2011-06 Rauener Berge (Bad Saarow-Rauen)

Seniorenbeirat bei der
Technikniederlassung Nordost (ehem. FA 1 / FA 4 Bln)
Wandergruppe

 

Zu den Markgrafensteinen in den Rauener Bergen

Liebe Wanderfreundinnen, liebe Wanderfreunde,

die meisten von uns kennen die „größte Suppenschüssel der Welt”, die Granitschale vor dem Alten Museum im Lustgarten. Das Material hierfür lieferten die Markgrafensteine bei Rauen. Sie sind das Ziel unserer Juni-Wanderung.
Unsere Tour beginnt am schmuck rekonstruierten Bahnhof Bad Saarow-Pieskow und lässt sich grob in drei Abschnitte gliedern:

Die erste Etappe führt durch das staatlich anerkannte Thermalsole- und Moorheilbad. Es entwickelte sich seit 1905 aus den bis dahin unbedeutenden Gütern Saarow und Pieskow (1911 Sanatorium, 1914 Moorbad, 1927 Solequelle, 1998 Saarow Therme).
Zwischen 1939 und 1994 ruhte der öffentliche Kurbetrieb, da Wehrmacht und Rote Armee das Kurzentrum absperrten.
Durch den Kurpark gelangen wir ans Ufer des Scharmützelsees und wandeln auf der Ludwig-Lesser-Promenade durch das sich mondän gebende Kurbad. An einer recht außergewöhnlichen Villa kehren wir um und verlassen den Ort Richtung Norden.

Der zweite Abschnitt säumt auf dem Max-Schmeling-Weg die Wierich-Wiesen. In diesem Niederungsmoor wird das Heilmittel für das Moorbad gewonnen. Am Weg wohnten u. a. der berühmte Box-Weltmeister Schmeling und die „Moorhexe” Catharine Kohlhoff.

Die dritte Etappe führt uns durch die Rauener Berge.
Diese weisen einige Merkwürdigkeiten auf. Zwischen 1843 und 1874 wurden hier 5,5 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Die Förderung endete 1905 (1951). Von 1954 bis 1980 standen Wintersportlern Sprungschanzen zur Verfügung (Schanzenrekord: 33 m).
Die Bunkeranlage „Fuchsbau” diente von 1936 – 1994 drei politischen Systemen als militärische Anlage. Die NVA der DDR hatte hier ihren Zentralen Gefechtsstand für die Luftstreitkräfte/ Luftverteidigung. Demnächst beginnt der Bau eines Aussichtsturmes. Der Vorgänger an gleicher Stelle wurde zunächst gesperrt und später gesprengt, da er Einblick auf die Raketenstellungen ermöglicht hätte.

Der großzügige Rastplatz an den Markgrafensteinen lädt zu verdienter Pause ein.
Eine Tafel informiert über die größten erratischen Blöcke im Norddeutschen Tiefland.
Gestärkt lassen wir es uns nicht nehmen, den Steinernen Tisch auf dem Gipfel zu besuchen. Auch er wurde aus dem Granit des Großen Markgrafensteines gearbeitet.
Von hier aus geht es abwärts durch Mischwald nach Rauen.

Nach ca. 13 km Wanderstrecke erreichen wir das Gasthaus zur Abschlusseinkehr.

Wandertermine:

  1. 08.06.2011 (Mi)          Arnim
  2. 15.06.2011 (Mi)          Wilfried
  3. 23.06.2011 (Do)         Rainer
  4. 30.06.2011 (Do)         Eike

Verbindliche Anmeldung bitte bis 4 Tage vor Wandertermin

Treffpunkt: im Zug RE 1 Richtung Eisenhüttenstadt, 2. Wagen von vorn.
Zustieg: Wannsee 08:29 Uhr; Zoo 08:42 Uhr; Friedrichstr. 08:52 Uhr; Ostbahnhof 08:59 Uhr; Erkner 09:21 Uhr.
Fahrausweise: Hinfahrt Tarifgebiet Berlin C (bis Erkner), Rückfahrt Tarifgebiet Berlin B (ab Ostbahnhof).

Wanderkosten: 1.50 Euro; mit Anteil Brandenburg Ticket insges. 7,50 €, (bei Bedarf zur Anmeldung ansagen).

Herzliche Grüße von Euren Wanderbegleitern Eike, Rainer, Wilfried und Arnim